Sehenswürdigkeiten in Wolfenbüttel 
Sehenswürdigkeiten in Wolfenbüttel

Sehenswürdigkeiten in Wolfenbüttel


Herzog_august_bibliothek

Die Herzog August Bibliothek (HAB) oder auch die Bibliotheca Augusta gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Häusern in Deutschland, sie ist nicht nur Bibliothek sondern auch Forschungsstätte für mittelalterliche und frühneuzeitliche Geschichte. Neben dem Bestand und der Forschungsarbeit werden hier regelmäßig Fachtagungen und Ausstellungen statt. Zu den vielen Projekten der HAB gehört auch die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke. Hierbei ist die HAB auf Drucke des 17. Jahrhunderts spezialisiert. Zu den bedeutendsten Stücken des Buchbestandes gehört unter anderem das Envangeliar von Heinrich dem Löwen aus dem 12. Jahrhundert. Die Bibliothek wurde im Jahr 1572 auf den Wunsch von Herzog Julius gegründet. Später erweiterte Herzog August der Jüngere die Buchsammlung, der im 30-Jährigen Krieg im bereits vorangeschrittenen Alter Herrscher über Wolfenbüttel wurde. Ihm ist die Sammlung von Werken aus ganz Europa zu verdanken. So umfasste die Bibliothek beim Tode von Herzog August im Jahr 1666 beachtliche 35.000 Bände. Später kamen Schenkungen und Erbschaften dazu, die die Sammlung erweiterten. Die HAB verfügte auch über bekannte Bibliothekare, Geistesgrößen wie Gottfried Wilhelm Leibniz und Gotthold Ephraim Lessing standen der Bibliothek vor. Lessing regte einen Neubau vor, außerdem führte er den ersten alphabetischen Katalog ein. Im 18. Jahrhundert wurde die herzogliche Residenz von Wolfenbüttel nach Braunschweig verlegt und somit ging es etwas ruhiger in der Stadt zu, auch die Bibliothek geriet aus dem Fokus. Um 1885 wurde ein Neubau in Auftrag gegeben, der in den 1960er Jahren umgebaut wurde.


Schloss

Das Schloss im niedersächsischen Wolfenbüttel ist eine große Vierflügelanlage und gehörte den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg. Die Stadt war zwischen 1283 und 1754 Residenz. Das Schloss wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, somit änderte sich auch das Äußere des Schlosses mehrfach. Ursprünglich war es ein Wasserschloss. Dieses Wasserschloss wurde erstmals 1074 urkundlich erwähnt und wurde in den sumpfigen Okerauen erbaut und lag an einer Handelsstraße zwischen Rhein und Elbe. Die Burg wurde erstmals 1255 zerstört, weil Gunzelin von Wolfenbüttel den Huldigungseid gegenüber Herzog Albrecht I. verweigerte. Erst 30 Jahre später wurde sie wieder aufgebaut. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg die Residenz der Welfen. Zahlreiche Erweiterungen und Umbauten folgten in den kommenden Jahrhunderten. Von den zahlreichen Türmen steht heute noch der Hausmannsturm aus dem Jahr 1613. Zu den illustren Gästen zählten der Komponist Michael Praetorius, der hier das Weihnachtslied Es ist ein Ros entsprungen komponierte und zum Teil auch textete. Auch der Dichter Gotthold Ephraim Lessing lebte hier eine Zeitlang mit seiner Frau. Hier entstand auch unter Herzog Heinrich-Julius das erste feste Theater Deutschlands. Heute beherbergt das Schloss ein Gymnasium, ein Museum und die Bildungsakademie für kulturelle Bildung. Im Museum lernen Besucher Wohn- und Tafelkultur aus absolutistischer Zeit kennen. Hier sind vor allem die historischen, prachtvollen Räume mit Gemälden und anderen Kunstwerken sehenswert. Kinder können hier Geburtstage abhalten oder Workshops buchen, Besucher können an thematischen Führungen teilnehmen oder für private Feiern und Veranstaltungen nutzen.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Wolfenbüttel

Bundesland:
Niedersachsen

Landkreis:
Wolfenbüttel

Höhe:
77 m ü. NN

Fläche:
78,6 km²

Einwohner:
53.460

Autokennzeichen:
WF

Vorwahl:
05331

Gemeinde-
schlüssel:

03 1 58 037



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